Was wissen wir wirklich über die antike Kleopatra und ihr ptolemäisches Ägypten? Dieser Frage gehen das Akademische Kunstmuseum und das Ägyptische Museum der Universität Bonn in einer gemeinsamen Sonderausstellung zur letzten Königin des Ptolemäerreiches in beiden Häusern nach, die parallell zur Ausstellung „Kleopatra - Die ewige Diva“ in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, vom 28. Juni bis 6. Oktober 2013 gezeigt wird.

Daß das Bild der scheinbar wohlvertrauten Königin am Nil aus wissenschaftlicher Sicht noch zahlreiche weiße Flecken aufweist, symbolisieren der schwarze Augenbalken im Gesicht von Kleopatra und der Titel der gemeinsamen Aussstellung. Das gemeinsame Ausstellungslogo zeigt den Gipsabguß eines antiken Marmorporträts von Kleopatra VII. aus der 2. Hälfte des 1. Jh. v. Chr. aus Alexandria, dessen Original im Alten Museum Berlin in der dortigen Antikensammlung steht.

Foto: Akademisches Kunstmuseum und Ägyptisches Museum der Universität Bonn

Der „Bonner Eingeweidekasten“ der Bonner Universitätsstiftung aus der Sammlung Preuß gehört zu den Prunkstücken der begleitenden Kleopatra-Ausstellung im Ägyptischen Museum der Universität Bonn:

 

Foto: Ursula Schwalb

AttraktiverMittelpunkt der Ausstellung im Ägyptischen Museum ist die Großvitrine zum Themenschwerpunkt „Grab und Totenkult“, in der das Inventar einer ptolemäerzeitlichen Bestattung inszeniert wird. Gleich drei Spitzenobjekte des Ägyptischen Museums Bonn sind in dieser Vitrine vereinigt: eine Mumienmaske aus ptolemäischer Zeit, der Deckel eines prächtig bemalten Holzsarges und der „Bonner Eingeweidekasten“ (siehe oben) aus der Sammlung Preuß, der für diese Ausstellung mit einem Achon-Falken bekrönt wurde, wie er sich vermutlich auch urprünglich auf seinem Deckel befunden hat (siehe Fotos 1 - 6).